2013–2019 Wissen bewahren

Veröffentlicht am 28. August 2026 um 21:16

Der Verein beschränkte seine Arbeit nicht auf die Pflege von Wegen und Anlagen. Gleichzeitig engagierte er sich für die Vermittlung regionaler Geschichte und Heimatkunde.

Für den 9. Januar 2016 ist eine gemeinsam mit der Volkshochschule des Landkreises Sonneberg durchgeführte Winterwanderung dokumentiert. Die Veranstaltung führte über die Steinacher Straße, die Hämmerer Ebene und den Geyersberg bis nach Augustenthal. Bestandteil der Wanderung waren Stationen des historischen Lehrpfades sowie der Köhlerplatz. Die Führung übernahm Vereinsmitglied Herbert Leipold.

Die Veranstaltung zeigt, dass der Lehrpfad nicht nur als touristisches Angebot bestand, sondern gezielt für Bildungs- und Informationsveranstaltungen genutzt wurde. Damit verband der Verein Naturerlebnis, Wandern und regionale Geschichtsvermittlung.

Quelle: Programm der Volkshochschule des Landkreises Sonneberg 2016.

Ebenfalls im Jahr 2016 wird die enge Verbindung des Thüringerwald-Vereins zur regionalen Heimat- und Industriegeschichte deutlich. Bei Veranstaltungen im Augustenthal führte der langjährige Vorsitzende Friedrich Gramß Besucher über den historischen Lehrpfad und erläuterte die Geschichte des Eisenwerkes Augustenthal sowie die Tradition der Köhlerei.

Durch diese Führungen entstand ein anschaulicher Zusammenhang zwischen den historischen Themenfeldern Bergbau, Eisenverarbeitung, Waldwirtschaft und Köhlerei. Der Lehrpfad entwickelte sich damit zu einem wichtigen Bestandteil der regionalen Erinnerungskultur und der heimatkundlichen Bildungsarbeit.

Quelle: Berichte zum Augustenthaler Köhlerfest.

Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach seiner Gründung engagierte sich der Thüringerwald-Verein Mengersgereuth-Hämmern aktiv für die Pflege der örtlichen Infrastruktur und der Wanderlandschaft.

Zu den Maßnahmen gehörten umfangreiche Arbeiten am Teich Augustenthal. Insbesondere sollte der Hauptdamm instand gesetzt und besser gegen Wasserverluste gesichert werden. Darüber hinaus wurden weitere Verbesserungen am Wasserbergbrunnen durchgeführt. Durchgeführt wurde der Ausbau des Überlaufs sowie zusätzliche Maßnahmen zur Erschließung und Fassung der Quellen.

Eine weitere Maßnahme  betraf die Wanderinfrastruktur im Bereich des Großen und Kleinen Mühlbergs. Dort wurden die vorhandenen Sitzgelegenheiten erneuert , um die Aufenthaltsqualität für Wanderer und Besucher zu verbessern.

Da die Quelle die Vorhaben als Jahresplanung dokumentierten, können diese Projekte ohne weitere Nachweise nicht als vollständig abgeschlossen betrachtet werden.

Quelle: Amtsblatt der Gemeinde Frankenblick 2016.

Das Engagement des Vereins für die Vermittlung von Heimatgeschichte setzte sich auch in den folgenden Jahren fort. Im Herbst 2019 wurde in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule eine Vortragsveranstaltung zur Geschichte der Region angeboten.

Unter dem Titel „Aus der Geschichte von Frankenblick – Teil 1: Hämmern und Schwarzwald im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges (1607–1664)“ referierte Karl-Friedrich Eichhorn im Forsthaus Augustenthal, dem sogenannten Pochhaus. Die Veranstaltung richtete sich an historisch interessierte Bürgerinnen und Bürger und widmete sich den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges auf die Entwicklung der beiden Orte.

Mit solchen Vorträgen ergänzte der Verein seine praktische Wander- und Naturschutzarbeit durch kulturelle und historische Bildungsangebote und trug zur Bewahrung regionaler Geschichte bei.

Quelle: VHS-Programm des Landkreises Sonneberg 2019.

 

Mehr als ein Wanderverein

2016

VHS Winterwanderung und Führung zum Thema Montanindustrie

2017

Pflege der örtlichen Infrastruktur und der Wanderlandschaft

2019

Vorträge zur Orts-und Regionalgeschichte

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