1993–1999 Ein neuer Anfang

Veröffentlicht am 28. August 2026 um 21:17

Die Geschichte des Thüringerwald-Vereins Mengersgereuth-Hämmern begann am 5. Februar 1993. An diesem Tag wurde der Ortsverein im Speisesaal der Schillerschule offiziell gegründet.

Der Vereinsgründung gingen umfangreiche Vorbereitungen voraus. Unterstützung erhielt die Initiative von bereits bestehenden Thüringerwald-Vereinen, insbesondere aus Steinach und Coburg. Darüber hinaus begleiteten Mitglieder des Schwäbischen Albvereins aus der Partnergemeinde Waldstetten den Aufbau des neuen Vereins. Damit entstand der Ortsverein nur wenige Jahre nach der Wiedergründung des Thüringerwald-Vereins 1880 e.V. auf Landesebene.

Eine prägende Persönlichkeit der Vereinsgeschichte war Friedrich Gramß. Er übernahm bereits bei der Gründung den Vorsitz und führte den Verein bis ins Jahr 2026. Sein langjähriges Engagement trug wesentlich zur Entwicklung und Kontinuität der Vereinsarbeit bei.

Da bislang weder eine vollständige Liste der Gründungsmitglieder noch die ursprüngliche Vereinssatzung öffentlich zugänglich sind, stützt sich die Darstellung der Gründungsphase vor allem auf zeitgenössische Berichte und spätere Veröffentlichungen.

Quelle: Manuela Luther, Viele Stunden freiwillige Arbeit geleistet, inSüdthüringen.

Zu den frühen Projekten des Vereins zählt die Errichtung des Wasserbergbrunnens zwischen Mengersgereuth-Hämmern und Rabenäußig. die Anlage wurde im Jahr 1994 mit Unterstützung der damaligen Gemeinde Mengersgereuth-Hämmern geschaffen.

Der Brunnen stellt eines der ersten dokumentierten Gemeinschaftsprojekte des noch jungen Ortsvereins dar und verdeutlicht das Engagement seiner Mitglieder für die Wanderinfrastruktur und die Pflege des Naherholungsgebietes.

Die Angaben zum Baujahr und zur Beteiligung des Vereins sind durch eine spätere Dokumentation überliefert. Eine originale Bauakte oder vereinseigene Projektdokumentation konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Daher sollte diese Information als gut belegte Sekundärquelle betrachtet werden.

Quelle: Opencaching-Dokumentation zum Wasserbergbrunnen.

Neben seiner Tätigkeit als Wander- und Heimatverein engagierte sich der Ortsverein früh für die Erforschung der regionalen Kultur- und Landschaftsgeschichte.

Im Jahr 1998 veröffentlichten Thomas Schwämmlein und Peter Püwert die Schrift „Der Isak. Beiträge zur Geschichte der Kulturlandschaft“. Die 25-seitige Publikation erschien als erste Ausgabe der vereinseigenen Schriftenreihe des Thüringerwald-Vereins Mengersgereuth-Hämmern.

Mit dieser Veröffentlichung dokumentierte der Verein sein Interesse an der historischen Entwicklung der Landschaft sowie an der Bewahrung regionalen Wissens.

Quelle: Thüringer Volkskunde.

Bereits ein Jahr später folgte eine weitere Veröffentlichung zur Regionalgeschichte. Thomas Schwämmlein und Lothar Emmel veröffentlichten die Broschüre „Der Mühlberghof. Ein Beitrag zur Landschafts- und Kulturgeschichte“.

Die etwa 20 Seiten umfassende Schrift erschien ebenfalls in der Schriftenreihe des Thüringerwald-Vereins Mengersgereuth-Hämmern. Sie widmete sich einem wichtigen Bestandteil der örtlichen Kulturlandschaft und unterstreicht das Bemühen des Vereins, historische Zusammenhänge zu dokumentieren und für nachfolgende Generationen zu bewahren.

Die beiden Veröffentlichungen zeigen, dass sich der Verein bereits in den ersten Jahren seines Bestehens nicht nur dem Wandern und der Landschaftspflege widmete, sondern auch einen aktiven Beitrag zur Erforschung und Vermittlung der lokalen Geschichte leistete.

Quelle: Thüringer Volkskunde.

 

Die frühen Jahre des Ortsvereins …

1993

Gründung des Thüringerwald-Vereins Mengersgereuth-Hämmern

1994

Bau des Wasserbergbrunnens

1998

"Der Isak. Beiträge zur Geschichte der Kulturlandschaft"

1999

"Der Mühlberghof. Ein Beitrag zur Landschafts-und Kulturgeschichte"

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